Albert Pollak

Geboren 1833 in Mattersdorf, Ungarn (heute Burgenland), gestorben am 5. Jänner 1921 Salzburg, begraben am Jüdischen Friedhof Salzburg.

Nach fast 400 Jahren Aufenthaltsverbot für Juden im Erzstift Salzburg war es Albert Pollak 1867 gelungen, das Niederlassungsrecht in Salzburg zu erhalten. Im Bürgermeisteramt soll ihm folgendes mitgeteilt worden sein:

„Sie sind der erste, aber auch der einzige und letzte Jude in Salzburg!“ (Salzburger Volksblatt 3.11.1967)

1873 wurde Pollak bereits als Bürger der Stadt Salzburg akzeptiert und zum angesehenen ‚k.u.k. Hofantiquar‘ und belieferte den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand (Einrichtung des Schlosses Blühnbach), den „kaiserlichen Rat“ erlangte er durch Unterstützung des Advokaten Julius Sylvester.

Albert Pollak legte den Grundstein für den Neubeginn der Jüdischen Gemeinde in Salzburg.

1943 wurde der Verkauf von Grabsteinen auf dem Jüdischen Friedhof durch die Behörden genehmigt, wie durch ein Wunder blieb der von Albert Pollak erhalten.